Start Archiv

Stadt Bodenwerder unverschuldet in finanzielle Schwierigkeiten geraten

"Stadt Bodenwerder unverschuldet in finanzielle Schwierigkeiten geraten."

So oder so ähnlich hört man es immer wieder von den Herren Bröckel, Schmidt, Schüler und Co. Insbesondere durch Gewerbesteuerausfälle habe sich die Einnahmesituation der Stadt dramatisch verschlechtert.

 

Doch das ist nur ein Teil der Wahrheit. Dass eine Investition von rd. 100 Mio DM, die ein Unternehmen in Bodenwerder in eine neue Produktionsanlage gesteckt hat, auf Jahre hinaus durch Abschreibung der Anlage Gewerbesteuerausfälle nach sich zieht, ist seit 1998 bekannt. Und was wird gemacht? Es wird weiter gewirtschaftet wie bisher nach dem Motto “Augen zu und durch”, bzw. wenn wir das aussitzen wird uns schon ein Wunder retten.

Doch Wunder passieren selten, deshalb werden zur Deckung des Finanzloches Häuser verkauft und das Wesertalgeld dafür verwendet anstatt davon Investitionen zu tätigen. Und jetzt muss die Samtgemeinde aushelfen. Der ehrenamtliche Stadtdirektor Herbert Bröckel stellt an den haupt- amtlichen Samtgemeindebürgermeister Herbert Bröckel den Antrag auf Finanzausgleich!
Es werden sogar schon Rufe laut, die Samtgemeinde in eine Einheitsgemeinde umzuwandeln! D. h. die Bürgerinnen und Bürger in Halle, Hehlen, Heyen, Kirchbrak und Pegestorf sollen die Suppe bezahlen, die Bodenwerder sich eingebrockt hat.
Und noch ein Vorschlag kommt: Der Stadtwald soll verkauft werden! Dann hätte man zwar für einige Jahre Ruhe, aber dann geht das Desaster wieder vorn vorne los!

Es gilt nicht die Auswirkungen zu mildern, sondern die Symptome zu bekämpfen. Im Rathaus muss wieder solide gewirtschaftet werden. Anstatt in Sonnenprojekte, die Bodenwerder zwar überall bekannt machen, die aber viel Geld kosten, keinerlei Steuermehreinnahmen bringen und häufig auch nach vollmundiger Ankündigung wie Seifenblasen zerplatzen (aber das kriegt ja fast niemand mehr mit), gilt es, wieder Politik für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt und der Samtgemeinde zu machen, wie in den zurückliegenden Jahrzehnten mit einer SPD-Mehrheit.

Dafür steht die SPD und ihr Bürgermeisterkandidat Wilhelm Brennecke.

Friedel Lages
Vorsitzender